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15.06.2016 15:11:17

Flugangst- Ade auf nimmer Wiedersehen!

Flugangst- Ade auf nimmer Wiedersehen!

Flugangst- Ade auf nimmer Wiedersehen!

 

Wenn Sie Angst vor dem Fliegen haben, dann ist das überhaupt nicht ungewöhnlich und gar keine Seltenheit, denn laut einer Umfrage haben 25% des Personals der Flugbegleitung selbst Angst vor dem Fliegen.

Obwohl die Wahrscheinlichkeit für einen Flugzeugabsturz bei sehr geringen 1 zu 29 Millionen liegt, kennen viele Flugpassagiere die Angst vor dem Fliegen sehr wohl und die dadurch hervorgerufenen körperlichen Beschwerden.

Aviophobie, nennt sich die gesteigerte Angst vor der Reise in Flugzeugen in der Fachsprache, welche typischen Symptome wie Übelkeit, Schweißausbrüche (besonders schweißnasse Hände), Mundtrockenheit, weiche Knie, Herzrasen, flache Atmung, Kopfschmerzen, Schwindel und Magen- und Darmkrämpfe zur Folge hat.

Um die Flugangst zu beseitigen oder zumindest zu lindern, ist in erster Linie von Nöten, dass die Ursache geklärt wird, um eine Behandlung der Ursache zu ermöglichen.

Außer bei körperlich schwer erkrankten Personen, bei denen Flugbeschwerden eindeutig darauf zurückzuführen sind, liegt in der Regel bei gesunden Menschen die Ursache der Flugangst bei den verschiedene Angstvorstellungen und Phantasien des Flugpassagiers.

Dies ruft schließlich nachfolgende körperliche Beschwerden hervor. 

Dementsprechend liegt eine erfolgreiche Flugangst Therapie überwiegend in der Behandlung des geistigen Zustandes anstelle des Körpers mit medikamentösen Mitteln.

 

Hierzu möchten Wir nachfolgend ein kleines Gedankenexperiment mit ihnen durchführen.

Aber nun zunächst einmal zu den praktischen Tipps und einfachen Hausmitteln, die bisweilen für Erleichterung sorgen können!

  • Den Flug nicht auf nüchternem Magen beginnen, das verstärkt das mulmige Magengefühl eher! Auch wenn sie andere Gedanken und Sorgen an Bord beschäftigen: Essen sie eine Kleinigkeit, am besten etwas Leichtes und führen sie sich genug Flüssigkeiten zu! Vermeiden sie Koffeinhaltige Getränke (viele Teesorten enthalten ebenfalls Koffein=Tein) Unser Tip: Kräutertee bestellen, Pfefferminztee wirkt krampflösend und eignet sich hervorragend bei Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden!
  • Reserviere einen Sitzplatz möglichst über den Tragflächen des Flugzeugs. Dort lassen sich die Bewegungen des Fliegers am geringsten wahrnehmen. Im Gang gelegene Plätze vermitteln unterbewusst, nicht eingesperrt zu sein und können so positivere Gefühle auslösen.
  • Lieblingsmusik im Kopfhörer lauschen und versuchen zu entspannen
  • Weitere Entspannungsmöglichkeiten wären: In Urlaubsträumen schwelgen und Aktivitäten planen und notieren, ein gutes Buch lesen (Lieblingsroman), sich mit dem Sitznachbarn angeregt unterhalten, das Essen und den Service an Bord genießen, Spiele spielen, sich auf die liebe Familie und auf Freunde  konzentrieren, die daheim geblieben sind.
  • Unser Tip für Mutige: Versuchen sie die Wolkenlandschaft zu bestaunen, machen sie Fotoaufnahmen davon, die sie anschließend auf festem Boden genießen können. So tasten Sie sich langsam an Ihre Ängste heran und fügen ihren phantastischen Angstbildern im Kopf relle positive Bilder hinzu!

Nicht empfehlenswert sind, Alkohol, Drogen, Tabletten, Kaffee und koffeinhaltige Nahrungsmittel. Diese verstärken unangenehme Gefühle und Beschwerden an Bord. Alkohol wirkt in Höhen teils doppelt so stark. Dies gilt auch für Medikamente, welche im Flieger anders wirken, als auf festem Boden. 

 

Nun zum Gedankenexperiment!

Widmen wir uns einer Alltagssituation, die für sie mit keinen negativen Gefühlen behaftet ist, wir nehmen das Beispiel Autofahren. Der Grund warum sie beim Autofahren (auch auf der Autobahn) keine unangenehmen Angstgefühle begleiten, liegt darin, dass sie sich nicht umfangreich ausmalen, welche Unfallsituationen geschehen könnten. Tatsächlich reicht nur ein unkonzentrierter, müder, durch das Handy o.Ä. abgelenkter Verkehrsteilnehmer, um für Actionfilm ähnliche Szenen zu sorgen, in denen sie verwickelt sein könnten. Eine Autobahnsituation ist alltäglicher als ein Flug und somit auch nicht risikolos.

Dennoch löst diese Wahrscheinlichkeit keine Angstwellen bei ihnen aus. Versuchen Sie dieses Gleichnis für sich auf das Fliegen zu übertragen und im Geiste alle Sorgen nach und nach abzuwerfen!

 

Für Menschen mit extremer Flugangst gilt: Alles, was über die durchschnittlichen Symptome einhergeht und länger andauert, sollte mit einem Arzt besprochen werden und ggfls. sollte eine professionelle Therapie in Erwägung gezogen werden. Beim Therapeuten werden bewährte Angstbewältigungsstrategien und Entspannungsmethoden geboten.  

Diverse Fluggesellschaften bieten Flugangstseminare an, dies bereits seit 1981. Sogenannte Konfrontationstherapien weisen eine Erfolgsquote von 70-95 % auf. Diese Quote lässt doch aufatmen und neue Hoffnung schöpfen!

 

Wir hoffen, wir konnten ihnen einige interessante Anregungen bieten und wünschen ihnen in jedem Fall einen guten Flug und eine tolle Reise!